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Araber, Sinti und Roma sind "kulturfremde Völker", Regierungspolitiker sind "Schweine" und Deutschland ist "nicht souverän" -  Bogner Damen Aisha Schultertasche, 12 x 30 x 40 cm Blau Night/Oak
 die feine Volkswirtin, einst in Frankfurt, und das fliegt ihr jetzt in der letzten Phase des Wahlkampfs um die Ohren. Aber Weidel ist nicht allein. Tür an Tür mit Alice sitzen ja in dieser Partei der böse  Björn Höcke der vom "Denkmal der Schande" redet,  und der elegante  Alexander Gauland , der eine Politikerin  Pierre Cardin Herren Strickpullover Langarm Pulli Pullover Y Ausschnitt Optik Marineblau
 Das ist Nazi-Jargon.

So redet das Spitzenpersonal einer Partei, die bei der Wahl womöglich zweistellig in den Bundestag ziehen wird. Wir werden demnächst vielleicht 70 Abgeordnete im Parlament finden, die gegen solche Parolen nichts haben. Warum da der mecklenburg-vorpommersche AfD-Mann Holger Arppe  aus Partei und Fraktion zurückgetreten ist , erschließt sich nicht so richtig. Er hatte in einer Netz-Unterhaltung unter anderem geschrieben: "…...das ganze rotgrüne Geschmeiß aufs Schafott schicken. Und dann das Fallbeil hoch und runter, daß die Schwarte kracht!" Das unterscheidet sich nur in Nuancen.

Die Einsicht kam erst nach einigen hilflosen Erklärungsversuchen. In der CDU-Spitze werden sie gemerkt haben, dass die dahingetwitterte Reaktion auf den harmlosen Einwurf eines anderen Nutzers (dessen offensichtliche Sympathien für den Rechtspopulismus in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen), eine gefährliche Dynamik entwickelt hat.

Da geben Angela Merkel und Horst Seehofer  bei der Vorstellung des gemeinsamen CDU/CSU-Wahlprogramms  die mitfühlenden Konservativen, die Steuern senken, Familien entlasten und alle in Lohn und Brot bringen wollen. Deutschland geht es prächtig, und bald geht es uns noch prächtiger, lautet ihr Versprechen.

Man kann  Norbert Lammert  sicher das ein oder andere Versäumnis vorwerfen, aber um seine Nachfolge kümmert sich der Präsident des Bundestages mit Weitsicht. „Mein Platz wird in absehbarer Zeit frei“, sprach der CDU-Politiker vor Kurzem im Reichstag. „Vielleicht motiviert das ja jemanden.“ Vor ihm saßen 313 Schüler aus ganz Deutschland, die für drei Tage Bundestag spielten. Sie können sich das noch lange überlegen. Andere nicht. Spätestens 30 Tage nach der Wahl muss das neue Parlament nach Artikel 39 Grundgesetz in der ersten Sitzung seinen Klassensprecher wählen. Dass die Union wieder stärkste Fraktion wird und nach Gewohnheitsrecht den Posten kriegt, bezweifelt keiner. Nur – wer soll’s machen?

Wer die Frage in diesen Tagen zwischen Urlaub und anlaufendem Wahlkampf stellt, bekommt reichlich ratloses Schulterzucken zu sehen. Tja. Drängt sich irgendwie keiner auf. Aber bis nach der Regierungsbildung zu warten, wer übrig bleibt, ist angesichts des Zeitplans kein Ausweg. Zwar gibt einer aus dem Regierungslager zu Recht zu bedenken, dass die Antwort auf die Frage ja mit davon abhänge, welche Koalition der Wähler am 24. September auskegelt und ob keine, wenige oder viele Regierungsämter zu verteilen sind. Trotzdem –  Angela Merkel  und Horst Seehofer müssen sich bald nach der Wahl Gedanken machen.

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